In Deutschland gelten zur Zeit fast 9000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als vermisst

Auf Anfrage der „Osnabrücker Zeitung“ teilte das Bundeskriminalamt (BKA) mit, dass am 1. Juli 8991 Flüchtlingskinder in Deutschland als vermisst gemeldet waren. Die meisten von ihnen waren ohne Eltern in die Bundesrepublik gekommen.
Bei den Vermissten handelt es sich überwiegend um Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren. Nur 867 waren Kinder unter 13 Jahren.
In den meisten Fällen liegt nach Angaben des BKA kein krimineller Hintergrund vor. Vielfach würden die Jugendlichen, die aus den Aufnahmelagern verschwinden, aufbrechen, um Verwandte oder Bekannte in anderen deutschen Städten oder im europäischen Ausland aufzusuchen. Dabei gebe es oft keine Rückmeldung, wenn die Kinder bei ihren Familien angekommen sind.
Die meisten vermissten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge kommen nach Angaben der Bundesregierung aus Afghanistan, Syrien, Somalia, Eritrea, Marokko und Algerien.

Quelle: SPIEGEL ONLINEZum Artikel vom 29. August 2016