Afghanische Kinder und Jugendliche leiden unter Abschiebungsvorhaben

Anfang Oktober 2016 wurde zwischen der Europäischen Union (EU) und der afghanischen Regierung das „Rücknahmeabkommen“ abgeschlossen.

Zehntausende Flüchtlinge sollen zurückgeschickt werden, obwohl sich alle internationalen Beobachter einig sind, dass sich die Sicherheitslage in Afghanistan dramatisch verschlechtert hat.

Seither leben viele afghanische Kinder und Jugendliche in Deutschland in Angst und Sorge.

Quelle: BumF – www.b-umf.de – Newsletter, November 2016

Ausbildung verboten

Mit dem Integrationsgesetz sollen nach dem Willen der Bundesregierung die Hürden beim Ausbildungszugang abgebaut werden.

Laut Bundesverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) ist in Bayern jedoch das Gegenteil der Fall. Mit einer Weisung des Bayerischen Innenministeriums wird das Integrationsgesetz ausgehebelt. Tausenden Jugendlichen und Heranwachsenden droht nun ein Leben in der Warteschleife, da ihnen die Ausbildung verwehrt wird.

BumF; der Bayerische Flüchtlingsrat, Handwerkskammern u. a. wenden sich in einer Stellungnahme dagegen.

Quelle: BumF – www.b-umf.de – Newsletter, Pressemitteilung, Oktober 2016

Keine Jugendhilfe zweiter Klasse

Bei der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) im Oktober 2016 wurde ein aktueller Vorschlag aus Bayern diskutiert und in Teilen beschlossen.

Ziel des Vorstoßes ist ein Gesetz zur Einschränkung der Jugendhilfe für junge Flüchtlinge.

Der Bundesverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. (BumF) und zahlreiche weitere Organisationen wenden sich in einem aktuellen Appell gegen diesen Vorschlag und warnen vor der Einführung einer „Zwei-Klassen-Jugendhilfe“.

Zum   Appell

Zur    Unterschriften-Kampagne

Quelle: BumF – www.b-umf.de – Newsletter vom 31. Oktober 2016

 

 

 

51068 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen ist zu entnehmen, dass sich 51 068 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland aufhalten.

Die meisten von ihnen leben in Nordrhein-Westfalen (11.051), Bayern (7.330), Baden-Württemberg (6.825), Niedersachsen (4.638) und Hessen (4.446). Weniger minderjährige Flüchtlinge leben in Berlin (2.464), Hamburg (1.228), Thüringen (1.274) und Mecklenburg-Vorpommern (924).

Die Zahlen beziehen sich den Angaben zufolge auf den Stichtag 15.9.2016.

Quelle: Zeitungen der Funke Mediengruppe vom 17.10.2016

Kampagne: Schule für Alle

Der Bundesverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e. V. (BumF) weist darauf hin, dass viele geflüchtete Kinder und Jugendliche mit Beginn des neuen Schuljahrs außen vor bleiben: Für sie herrscht Lageralltag statt Schulalltag.
In einer gemeinsamen Kampagne fordern daher die Flüchtlingsräte, Jugendliche ohne Grenzen, GEW, PRO ASYL und BumF: Schule für Alle – ohne Ausnahme.

Kampagne „Schule für Alle“ unterstützen!

Quelle: BumF – www.b-umf.de – Meldung vom 29. September 2016

sinkende Zahl von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

In Deutschland leben zur Zeit rund 52.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF) – zumindest waren so viele im Juli 2016 in Betreuungs- und Jugendhilfemaßnahmen registriert, erklärt der „Bundesfachverband unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge“.

Damit ist die Bestandszahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge seit Dezember 2015 leicht gesunken.

Zur Auswertung der Bestandszahlen

Quelle: BumFwww.b-umf.de – Meldung vom 6. September 2016

Aufnahmesituation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Deutschland

Aus dem Newsletter des Bundesverband für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF):

Der Bundesverband hat eine bundesweite Umfrage durchgeführt, um die tatsächlichen Auswirkungen der bundesweiten Verteilung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu erfassen, die seit November 2015 erfolgt.
An der Umfrage haben 1.400 Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe teilgenommen.
Die Ergebnisse liegen jetzt vor und zeichnen ein Bild von der teilweisen defizitären Aufnahmestruktur für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland.

Zur Evaluation

Quelle: www.b-umf.de – Newsletter

In Deutschland gelten zur Zeit fast 9000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als vermisst

Auf Anfrage der „Osnabrücker Zeitung“ teilte das Bundeskriminalamt (BKA) mit, dass am 1. Juli 8991 Flüchtlingskinder in Deutschland als vermisst gemeldet waren. Die meisten von ihnen waren ohne Eltern in die Bundesrepublik gekommen.
Bei den Vermissten handelt es sich überwiegend um Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren. Nur 867 waren Kinder unter 13 Jahren.
In den meisten Fällen liegt nach Angaben des BKA kein krimineller Hintergrund vor. Vielfach würden die Jugendlichen, die aus den Aufnahmelagern verschwinden, aufbrechen, um Verwandte oder Bekannte in anderen deutschen Städten oder im europäischen Ausland aufzusuchen. Dabei gebe es oft keine Rückmeldung, wenn die Kinder bei ihren Familien angekommen sind.
Die meisten vermissten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge kommen nach Angaben der Bundesregierung aus Afghanistan, Syrien, Somalia, Eritrea, Marokko und Algerien.

Quelle: SPIEGEL ONLINEZum Artikel vom 29. August 2016