Immer weniger Schutz für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Die Schutzquoten bei unbegleiteten Minderjährigen sind 2018 stark gesunken, obwohl die fünf Hauptherkunftsländer (Afghanistan, Eritrea, Somalia, Guinea und Syrien) dieselben sind wie 2017. Maßgebliche Verbesserungen der Situation in den Herkunftsländern, die ein drastisches Sinken der Schutzquoten erklären würden, fehlen jedoch.

Das Sinken der Schutzquote beobachtet der “Bundesverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge” BumF mit großer Sorge, da die tatsächliche Gefährdungssituation für Minderjährige in den jeweiligen Herkunftsländern insgesamt unverändert ist.

Der “BumF” mahnt daher größte Sorgfalt bei der Prüfung der asylrechtlichen Schutzvoraussetzungen an, da Fehlentscheidungen zu Rückführungen in erhebliche Gefährdungen führen können – nicht der politische Wille, sondern rechtebasierte Verfahren und Schutz von Minderjährigen müssen entscheidend sein.

 

Quelle: “Bundesverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge” BumF, Newsletter, November 2018, www.b-umf.de