Geplante Gesetzesverschärfungen

Noch im März 2017 soll das “Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht” verabschiedet werden.                                                           Der Bundesverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) und weitere Kinderschutzorganisationen sehen u.a. folgende Vorhaben mit großer Sorge:

  • die verlängerte Pflicht, in (Erst-) Aufnahmeeinrichtungen zu verbleiben
  • die Nichtbeachtung des Kindeswohlvorrangs
  • die Gefahr einer pauschalen Pflicht zur Asylantragsstellung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Zum  Gesetzestext

Zur BumF-Stellungnahme

Quelle: BumF – www.b-umf.de – Newsletter, März 2017

Willkommensbroschüre für junge Flüchtlinge

In Zusammenarbeit mit “Jugendliche ohne Grenzen” hat der “Bundesverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge” (BumF) die vielfach nachgefragte Willkommensbroschüre neu aufgelegt. Jugendliche aus ganz Deutschland haben darin mitgewirkt.

In jugendgerechter Sprache erfahren junge Flüchtlinge u.a.:
– was kommt am Anfang alles auf mich zu?                                                  – mit welchen Behörden und Ämtern etc. habe ich es zu tun?                       – wer kümmert sich um mich?                                                                        – welche Rechte habe ich?

Zu  Willkommensbroschüre

 

Immer mehr unbegleitete Kinder flüchten über das Meer

Wie das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF aus Genf mitteilte, hat sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die sich ohne Begleitung an den afrikanischen Küsten in Schlauchboote setzen, um nach Europa zu kommen, im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2015 auf 25.800 verdoppelt.

Bei den meisten Kindern handelt es sich demnach um Jungen im Alter von 15 bis 17 Jahren aus Eritrea, Ägypten, Gambia und Nigeria. Es kamen aber auch Mädchen, die besonders gefährdet sind.

Insgesamt flüchteten nach Angaben der Organisation für Migration (IOM) im vergangenen Jahr mindestens 387.487 Menschen über das Mittelmeer. Mindestens 7.495 kamen dabei ums Leben.

Quelle: Spiegel Online SPON vom 13. Januar 2017

Afghanische Kinder und Jugendliche leiden unter Abschiebungsvorhaben

Anfang Oktober 2016 wurde zwischen der Europäischen Union (EU) und der afghanischen Regierung das “Rücknahmeabkommen” abgeschlossen.

Zehntausende Flüchtlinge sollen zurückgeschickt werden, obwohl sich alle internationalen Beobachter einig sind, dass sich die Sicherheitslage in Afghanistan dramatisch verschlechtert hat.

Seither leben viele afghanische Kinder und Jugendliche in Deutschland in Angst und Sorge.

Quelle: BumF – www.b-umf.de – Newsletter, November 2016

Ausbildung verboten

Mit dem Integrationsgesetz sollen nach dem Willen der Bundesregierung die Hürden beim Ausbildungszugang abgebaut werden.

Laut Bundesverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) ist in Bayern jedoch das Gegenteil der Fall. Mit einer Weisung des Bayerischen Innenministeriums wird das Integrationsgesetz ausgehebelt. Tausenden Jugendlichen und Heranwachsenden droht nun ein Leben in der Warteschleife, da ihnen die Ausbildung verwehrt wird.

BumF; der Bayerische Flüchtlingsrat, Handwerkskammern u. a. wenden sich in einer Stellungnahme dagegen.

Quelle: BumF – www.b-umf.de – Newsletter, Pressemitteilung, Oktober 2016

Keine Jugendhilfe zweiter Klasse

Bei der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) im Oktober 2016 wurde ein aktueller Vorschlag aus Bayern diskutiert und in Teilen beschlossen.

Ziel des Vorstoßes ist ein Gesetz zur Einschränkung der Jugendhilfe für junge Flüchtlinge.

Der Bundesverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. (BumF) und zahlreiche weitere Organisationen wenden sich in einem aktuellen Appell gegen diesen Vorschlag und warnen vor der Einführung einer “Zwei-Klassen-Jugendhilfe”.

Zum   Appell

Zur    Unterschriften-Kampagne

Quelle: BumF – www.b-umf.de – Newsletter vom 31. Oktober 2016

 

 

 

51068 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen ist zu entnehmen, dass sich 51 068 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland aufhalten.

Die meisten von ihnen leben in Nordrhein-Westfalen (11.051), Bayern (7.330), Baden-Württemberg (6.825), Niedersachsen (4.638) und Hessen (4.446). Weniger minderjährige Flüchtlinge leben in Berlin (2.464), Hamburg (1.228), Thüringen (1.274) und Mecklenburg-Vorpommern (924).

Die Zahlen beziehen sich den Angaben zufolge auf den Stichtag 15.9.2016.

Quelle: Zeitungen der Funke Mediengruppe vom 17.10.2016

Kampagne: Schule für Alle

Der Bundesverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e. V. (BumF) weist darauf hin, dass viele geflüchtete Kinder und Jugendliche mit Beginn des neuen Schuljahrs außen vor bleiben: Für sie herrscht Lageralltag statt Schulalltag.
In einer gemeinsamen Kampagne fordern daher die Flüchtlingsräte, Jugendliche ohne Grenzen, GEW, PRO ASYL und BumF: Schule für Alle – ohne Ausnahme.

Kampagne “Schule für Alle” unterstützen!

Quelle: BumF – www.b-umf.de – Meldung vom 29. September 2016

sinkende Zahl von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

In Deutschland leben zur Zeit rund 52.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF) – zumindest waren so viele im Juli 2016 in Betreuungs- und Jugendhilfemaßnahmen registriert, erklärt der “Bundesfachverband unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge”.

Damit ist die Bestandszahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge seit Dezember 2015 leicht gesunken.

Zur Auswertung der Bestandszahlen

Quelle: BumFwww.b-umf.de – Meldung vom 6. September 2016